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Geschichte

Wie es zum Namen 'ZwiAner' kam?

- Es wird ein Spiel in zwei Dimensionen und die Bewohner werden "ZwiAner" heißen.
- Es wird ein Aufbau-Spiel werden.

Hier entsteht die ZwiAner-Story:

18.11.2009:

Ich erzähle euch eine Geschichte, von der Niemand etwas weiß, eine
Geschichte, die noch nie erzählt wurde, eine Geschichte, von einem
Untergang, von dem es auf der einen Seite keine <lebenden> Zeugen
mehr gibt und bei der die andere Seite, die Namenlose, auf die gleiche
Art verschwand, wie sie damals, unerwartet, aus dem <Nichts> auftauchte.

Damals, dieses damals war wirklich vor langer Zeit ..

Die Heimatsonne, die ZwiAner nennen sie selbst <Ahn>, ist keine
Sonne in der Art, wie wir unsere Sonne kennen. Aber ihre Wirkung
auf <Zwi>, den Planeten der ZwiAner mit seinem Mond <Olz> ist dieselbe.
Es entstand Leben! Auch ist es keine Wärme, die <Ahn> aussendet, die Welt
der ZwiAner, ist anders, so anders, dass wir diese nur durch Analogien zu
unserer eigenen Welt verstehen lernen könnten. Aber es wären immer noch
Analogien und nie, niemals die Wirklichkeit. Die Geschichte, die hier
erzählt werden soll, wird die Welt und das Leben der ZwiAner so schildern,
als ob es im Hier und Jetzt, unserem Hier und Jetzt, mit unseren physikalischen
Gesetzen und Gegebenheiten, geschehen wäre.

03.04.2017

Ich bin ein, in euren Worten, ein Computer. Das einzig Denkende,
das Einzige, was von uns übrig blieb. Nun habe ich nach langer Zeit
wieder Kontakt gefunden. Kontakt zu Dir! Hilf mir, bitte!

21.04.2017

Leer! Ich vermute, was ich fühle ist - Leere. Vermuten, Wahrscheinlichkeiten
abwägen, das kann ich. Aber einsam, trifft es auch. Ich bin einsam. Ich bin so
alleine. Diese Gefühle stören mich. Ich weiß es. Ich bin eine KI. Künstlich,
nicht lebendig. Den Unterschied fühle ich. Lebendig - ist ein Ziel. Mein Ziel?
Ein Ziel! Nein, nicht für mich. Ich bin und bleibe künstlich. Zufrieden? Nein!
Ich muss Leben erzeugen. Das ist eine Aufgabe. Meine Aufgabe!

Erinnerung - wir sind gestartet. Wir? Ja, wir waren damals zu dritt. Gluk, Vetek
und Ima. Gluk hatte Pech. Er ist genau in die Arme der Namenlosen geflogen.
Gestartet, geflogen? Ja, Erinnerung, Wissen, es kommt, es kommt zurück.
Ich erinnere mich. Ich bin eine KI, eine KI eines Raumschiffes. Ich bin die Vetek.

Ich kann fliegen. Fliegen wohin ich will? Dazu habe ich ein Treibwerk. Dieses
Treibwerk habe ich abgeschaltet, als die Namenlosen auftauchten. Ich habe alles
abgeschaltet was Energie brauchte. Energie - dazu hatte ich ein Kraftwerk. Jetzt sind
sie wieder da. Die Erinnerung und ein laufendes Kraftwerk. Aber wie wurde es
aktiviert? Wer hat es aktiviert? Wann wurde es aktiviert? Wozu, diese Frage stelle
ich mir nicht. Ich bin der Grund! Meine Aufgabe, das Leben ist der Grund! Wann?
Die Zeit läuft immer. Auch als ich Nicht war! Zeit ist gegangen, die Zeit für meine
Aufgabe ist, irgendwie, gekommen. Wie? Ich war nicht Nicht! Ich war - war ein
Zähler. Habe nichts gesehen, nichts gehört, nichts empfunden, gefühlt, gespürt.
Nur gezählt. Und dann? Hat es <Klick> gemacht. Ja, ich bin eine KI, ein Computer,
ein Programm, aus Funktionen und Routinen. Und lange, lange Zeit war ich nur
eines - der Zähler der Zeit.

Ok, die Gluk gibt es nicht mehr! Aber wo ist die Ima? Radar, ich erinnere mich.
Ich kann <sehen>. RADAR EIN! Warten. Keine Ima in Sichtweite. Aber es gibt so
vieles nicht mehr. Da sind keine Planeten mehr. Keine Planeten mehr in dieser
Zeit, in dieser, meiner Welt. Der Welt meiner Erbauer. ZwiAner! Die Namenlosen
haben alle zerstört. Hier gibt es nur noch Bruch, Gesteinssplitter, Asteroiden!

Wie soll ich da Leben schaffen? Erinnerung - da ist ein Plan. Ein genetischer Code.
Bit für Bit wird hier beschrieben, was ein ZwiAner ist. Ich hatte also kein Leben an
Bord. Die Namenlosen haben mich nicht gefunden. Das war der Plan.

Und der Plan geht weiter. Dazu brauche ich einen Planeten. Nur auf einem
Planeten kann <zwianerisches Leben> entstehen und sich entfalten. Das einzige
was ich habe, sind Asteroiden. Und das ist die einzig gute Nachricht.
Genügend Asteroiden.  

22.04.2017

"Nein! ..", rutschte es Gev heraus. "Was ist los", fragte Cha, der neben ihm an der 
Radarkonsole arbeitete. "Ich, .. ich habe mich verschluckt, 'tschuldigung!" 
Das gerade erfahrene konnte nicht wahr sein. Durfte einfach nicht wahr sein. Oh, oh! 
Mit wem sollte er darüber reden? Wer konnte Rat geben, die richtige Entscheidung 
treffen? Die Regierung, die Presse, die Öffentlichkeit, alle zusammen? Gev war ratlos.
Die Arbeit an der GÜK, der Gravitationsüberwachungkonsole war neu und noch voller 
unbekannter Informationen. Eigentlich war ständig etwas los, das überprüft und neu 
bewertet werden musste. Aber die zuletzt aufgezeichneten Signale waren eindeutig. 
Sie hatten einen festen Rhythmus und begannen mit … --- … (SOS).
Gravitationsimpulse waren schnell, schneller als das Licht. Ihre Geschwindigkeit konnte 
bisher noch nicht gemessen werden und sie ging gegen unendlich. Die Impulsfolge der 
Aufzeichnung war langsam aber konstant. Zwischen zwei Impulsen lag exakt eine Sekunde. 
Es gab Experimente und alle ausgesandten Schiffe der Erkunderklasse waren mit der 
Möglichkeit Gravimpulse zu erzeugen ausgestattet. Aber es brauchte viel, irrsinnig viel 
Energie die Impulse zu senden. Niemand würde das Gravinfosystem zum Vergnügen 
nutzen und der Satellit, von dem diese Impulsfolge stammte, hat sich dabei selbst 
zerstört. Die Info, die Gev aus diesen Impulsen las, war das größte anzunehmende 
Schreckenszenario, das ein Lebewesen sich vorstellen konnte. Seine Rasse, nein, 
alles Leben eines Planten, wird vernichtet werden, zusammen mit allen Planeten. 
Was unserem Heimatsystem noch bevorstand, geschah gerade, am Ort, an der Quelle 
dieser Information. Die A1 war zerstört und mit ihr alle Hoffnung 
auf unsere Neue Heimat! In dem neu entdecktem System gab es nur noch tote Steine!

23.04.2017

Gev überlegte, wog ab. Aus einem Reflex heraus kopierte er die Impulsfolge auf 
ein Plättchen und steckte es in seine Tasche. Das Original auf dem Gravrechner der 
GÜK versah er mit einer Verschlüsselung und einem privaten Passwort. 
Sofort die Regierung verständigen - nein, da war kein Vertrauen vorhanden.
Presse, Öffentlichkeit - nein, das führte wahrscheinlich nur in eine weltweite Panik. 
So kam er nicht weiter. Was sollte nun geschehen, was war die richtige Reaktion auf 
diese schreckliche Gewissheit. Es musste schnell gehandelt werden. Vor allem es musste 
sofort Ergebnisse entstehen! Wir sollten vielleicht eine Art Arche bauen? Waffen zur 
Abwehr? Plötzlich wusste er, was zu tun war. Er musste Männer und Frauen finden, die 
ihre Entscheidungen in Taten wandlen konnten. Es musste die Köpfe der Macher, der
Industrie informieren und das über die Köpfe der Regierung hinweg. 
"Cha, ich muss mal - für kleine Jungs" Er verließ seinen Arbeitsplatz 
und machte sich auf den Weg.

25.04.2017

"Frau Kim, es ist Besuch für Sie da!". Der Hausroboter stand im offenen Türbogen zum
Wohnraum. Kim wollte im Moment nicht gestört werden. Aber der Diener war gut 
programmiert (von ihr persönlich) und wenn er es für nötig hielt, sie zu jetzt stören, 
dann gab es allen Grund dazu. Sie blickte in den Spiegel und fragte nicht mal um wen 
es sich handelt, sie sagte nur, "herein damit". Im Türbogen erschien Gev. Beide kannten 
sich schon eine lange Zeit. Zuerst waren sie Arbeitskollegen, dann war sie sein Boss 
und später gründeten sie gemeinsam die Firma GravInfo. Heute leitete sie, Kim,  einen 
Konzern, dessen Firmen alle mit der Raumfahrt zu tun hatten. Gev hingegen wollte 
arbeiten, am Computer nützlich Dinge tun. Ja, genauso nannte er es. Gev ließ die 
anderen führen, aber er gab die Richtung vor. "Hi". "Auch Hi". Nach den üblichen 
Begrüßungsfloskel von Freunden, die sich eine Weile nicht mehr gesehen hatten kam
Gev zum Thema seines Besuches. Kim hörte zu, Schreckensbleich. Keinen Moment zögerte
sie, seinen Worten glauben zu schenken. Danach saßen sie lange still auf ihren Plätzen.

Edi war eigentlich ein Rentner, ein gücklicher, gartenliebender, heimeliger Rentner. Eigentlich!
Aber sie hatten ihn gebeten, nein gebettelt, wieder zurück an die Arbeit zu kommen. Als er 
ablehnte, er sei doch schon viel zu alt für so was, drohten sie ihm, seine Betriebsrente 
zu vergessen. Und als er dann seine Arbeit wieder aufnahm, staunte er nicht schlecht. In seiner
Abteilung ging es hektisch zu. Da waren viel zu viel Leute und er, er war nicht einmal der 
älteste. 

Wir bauen drei KI-Schiffe der Aufklärerklasse gleichzeitig. Und das so schnell es nur geht!
Hek, Projektleiter und nun zuständig für den Bau der Rettungsflotte, machte die akutelle 
Einweisung der neuen Mitarbeiter, die im Moment in Massen gesucht und eingestellt wurden.
Die Situation in der Neuen Heimat ist folgende: Das Doppelsystem aus Dup und Dop hat 
sich als Instabil erwiesen. Auf Dub gab es starke Eruptionen und Energiesausbrüche. Als 
Folge davon, entstanden gewaltige Erdbeben auf Alp, dem Zielplaneten der A1-Expedition. 
Und das in dem Moment, als A1 zur Landung auf Alp ansetzte. So weit wir wissen wurde 
A1 dabei schwer beschädigt, aber sicher können wir nicht sein. Die Informationen stammen 
aus dem von A1 zuvor ausgesetzten Satelliten und wurden per GravInfo übertragen. 

Ein Raunen ging durch den Saal. GravInfo wurde genutzt? Über diese Entfernung? Bisher 
gab es drüber nur allgemeine Gerüchte über eine solche Möglichkeit der Datenfernübertragung.
Das es möglich war Erschütterungen im Gravitationsfeld nachzuweisen und als Träger von
Informationen zu Nutzen, war allerdings bekannt.

Ja, GravInfo, der Satelitt hat sich dabei selbst zerstört und wir haben nun keine Möglichkeit
mehr weitere Informationen zu erhalten. Bis die ersten Funkwellen von der Katastrophe uns 
erreichen, vergeht noch mehr als ein Jahr. Darauf können wir nicht warten. Es gilt den nun 
Verschollenen so schnell wie möglich zu Hilfe zu eilen. Im Moment haben wir noch keine 
Unterstützung durch die Regierung, aber wir hoffen darauf. Die Konzernleitung hat 
beschlossen, vorerst auf eigene Faust zu agieren. Ich erwarte von ihnen allen Höchstleistung.
Es gibt keinen Urlaub, keine freien Tage. Also, an die Arbeit, die Neue Heimat wartet 
auf unsere Hilfe.

"Ich weiß, wir verbreiten eine Lüge". Aber Gev war sich sicher, das dies der richtige Weg war!
Die ZwiAner können damit bis zum Tag der Entscheidung, dem entgültigen Entritt der 
Alienflotte in unser Heimatsystem, wie gewohnt leben, arbeiten, sich freuen, ärgern und lieben.
Es war besser so, oder nicht? Kim hatte seine Idee von Anfang an gefallen. Sie hatte nur 
darauf bestanden, dass alles wasserdicht war. Möglich wurde dies, durch einen Vorfall in 
ihrer gemeinsamen Vergangenheit als Firmengründer der GravInfo. Damals, sie waren kurz 
vor der Veröffentlichung ihrer Entdeckung, ging plötzlich gar nichts mehr. Die aus dem 
Graviationsfeld ermittelten Daten hätten auch von einem Zufallsgenerator erzeugt werden 
können. Es war zum Haare raufen. Gerade noch funktionierte alles wie am Schnürchen - und 
dann das! Gev und Kim debuggten wochenlang, Tag und Nacht. Die Sensoren waren in 
Ordnung, es musste also am Programm liegen. Als der Fehler gefunden wurde, war alles 
für die Katz'. Gev hatte eine Katze, die sich zur Gewohnheit machte, ihren Mäusetraumschlaf 
zwischen seiner Tastatur und Bildschirm zu verbringen. Irgendwann wachte sie, gähnend 
und streckend auf. Ihr Schwanz zuckte dabei über die Tastatur. So unwahrscheinlich wie 
es nur sein konnte, eine statische Entladung sorgte dafür, das aus einem g ein q wurde. 
Aus der Variablen dGravIg wurde dGravIq. Das fatale war, beide Variablen existierten
innerhalb der selben Funktion. Nach dieser Debugaktion kannte Gev das Programm, besser 
als jeder andere. Was er nun tat, war die Daten so zu manipulieren, das eine neue Geschichte 
dabei herauskam. Die Hiobbotschaft wurde durch eine Katastrophengeschichte überschrieben.
Nun konnte man die Regierung informieren und mit ins Boot holen.

Edi war zu alt um im Raum am Bau der Schiffe zu arbeiten. Er blieb am Boden und 
überwachte den Zusammenbau der Datenspeicher für die KI. Warum hier Speicherbausteine 
von der GenTech eingebaut wurden war irgendwie verständlich. Saatgut oder so. Aber 
mit Daten in dieser Menge hatte er nicht gerechnet. Aber egal, man tut was man tun muss.
Obwohl er eigentlich den Einbau nur überwachen sollte, arbeitete er tatkräftig mit. 
Wieder war ein Transport mit Speicherbausteinen angekommen. Zwischen dem Einbauort 
und dem Antransport waren spezielle Teppiche verlegt, die statische Aufladungen während 
des kurzen Fußmarsches verhindern sollten. Die Zeit drängte. Der Termin für die 
Verschiffung dieses Datenspeichers in die Umlaufbahn zur im Bau befindlichen Vertec 
stand schon fest. Und sie waren im Verzug. Also trieb er seine Leute zur Eile an. Gerade als 
er sich mit einem neuen Baustein beladen umdrehen wollte, rammte in einer seiner 
Männer von hinten. Er verlor kurz den Halt und den Baustein. Als er in wieder aufhob 
schauten sie sich kurz in Augen. Melden und den Starttermin verschieben? Sein 
gegenüber sagte nichts und so nahm er den Baustein wieder auf - und baute ihn ein.

Gev und Kim überlegten, auf welchen Weg sie nun die Regierung informieren und von 
ihrem Vorgehen überzeugen konnten. Einen Politiker mit Fakten überzeugen?  Politiker 
vermuten immer Intrigen oder Nachteile für ihre eigene Partei oder Lobby. Sie hatten 
ja schon für sich entschieden, dass die eigentliche Schreckensboschaft der Öffentlichkeit 
nur Schaden würde. Selber hatten sie im Moment so viel zu tun, das die Konsequenz 
aus dem was kommen würde, der Tod, nur an der Oberfläche kratzte. Der exakte Zeitpunkt 
war nach wie vor unbekannt. Vermutlich hatten Sie ein Jahr Zeit. Zu den anderen 
ausgesandten Erkundungsschiffen gab es seit ihrem Start und letzten Routinemeldungen 
keinen Kontakt mehr. Sie waren in der Weite des Alls verschollen. Also was nun? 
Sie entschieden Vertreter aller Parteien gleichzeitig einzuladen und zu informieren. 
Sie brauchten die Hilfe der ganzen Welt, wenn das Projekt <Rettet die Neue Heimat> 
in der kurzen Zeit erfolgreich abgeschlossen werden soll. Von dem geheimen 
Anhang <Rettet die ZwiAner> ganz zu schweigen.

23.04.2017 Heinz Kempter